Wegweiser - Gedanken von Angelika Stofner
Zum Ende des Schuljahres

Mit dem Ende dieses Schuljahres können wir Lehrpersonen wieder auf eine gemeinsame Reise zurückblicken, die weit über fachliche Inhalte hinausgeht. Es wird mir immer wieder auf’s Neue klar, dass sich das Lernen nicht nur im Aneignen von Wissen zeigt, sondern vor allem im Miteinander, im Ausprobieren, im Fragenstellen und im Wachsen an Herausforderungen. Dabei wurde für mich deutlich, wie grundlegend Empathie für gelingendes Lernen ist. Erst dort, wo Verständnis, echtes Zuhören und gegenseitiger Respekt gelebt werden, entsteht ein Raum, in dem sich Kinder und Erwachsene sicher fühlen und ihr Potenzial entfalten können. Empathie verbindet uns miteinander und sie zeigt uns unser wahres Menschsein.

Ein weiterer Gedanke hat mich im laufenden Schuljahr besonders begleitet:
Es ist das Zitat von Karl Valentin „Wir brauchen Kindern nichts beizubringen, sie machen uns eh alles nach.“ Dieses Zitat erinnert mich daran, wie bedeutsam Vorbilder im Lernprozess sind. Kinder lernen durch Beziehung, durch Haltung und durch das, was ihnen authentisch vorgelebt wird - im Umgang miteinander ebenso wie im Umgang mit Wissen, Fehlern und Neuem.

Nun wird es Zeit, innezuhalten und das Erreichte wertzuschätzen. Die kommenden Ferien laden dazu ein, dankbar auf Gelungenes zurückzublicken, Abstand zu gewinnen, neue Eindrücke zu sammeln und neugierig, in Freiheit und selbstbestimmt Neues zu lernen. Mit Dankbarkeit schaue ich zurück und mit Zuversicht nach vorne auf eine Schule, in dem Lernen weiterhin von Vertrauen, Empathie und Freiheit getragen wird. Ich wünsche allen erholsame Ferien.

Angelika Stofner, Mai 2026